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  Hinweise zum Umgang mit getrockneten Oligonukleotiden


An dieser Stelle erhalten Sie von uns ein paar Tipps, wie die Oligonukleotide, die in getrocknetem Zustand bei Ihnen eintreffen, am besten in Lösung zu bringen sind und worauf weiterhin besonders zu achten ist. Hierbei handelt es sich natürlich nur um eine Hilfestellung. Sollten Sie weitergehende Fragen oder Probleme haben, können Sie uns selbstverständlich anrufen. Wir helfen Ihnen gerne.

Telefon: 069/40807222
 

  Allgemeine Hinweise


Sie erhalten die Oligonukleotide in getrocknetem Zustand. Stabilitätstests haben gezeigt, dass Oligonukleotide in getrocknetem Zustand am längsten stabil bleiben. Daher sollten diese erst kurz vor der Verwendung in Lösung gebracht werden. Wir empfehlen dringend, das Oligonukleotid in Wasser (steril und entionisiert) zu lösen und keine Puffer hierfür zu benutzen. Die Beschriftung der Caps bzw. die entsprechende Angabe auf dem Lieferschein weist auf die Oligonukleotidkonzentration hin, die Sie nach dem Auflösen mit der angegebenen Menge Wasser erhalten.

Dazu ein Beispiel: Das Cap trägt die z.B. Beschriftung 120 nmol, d.h. nach dem Auflösen in 1 ml dest. Wasser erhält man eine 120 µM Lösung (entspricht 120 nmol/ml) bzw. dementsprechend in 0,5 ml dest. Wasser eine 240 µM Lösung (entspricht 240 nmol/ml). Sind die Oligonukleotide in Lösung, müssen sie bei -20°C gelagert werden. Zusätzlich ist es ratsam, die gelösten Oligonukleotide zu aliquotieren und dann immer nur die für den Versuch tatsächlich benötigte Menge aufzutauen.

Oligonukleotide im gelösten Zustand sind, selbst wenn sie bei -20°C gelagert werden, nicht endlos stabil. Dies gilt in besonderem Maße für Oligonukleotide, die Modifikationen tragen und RNA-Moleküle.
 

  Hinweise zu DNA-Oligonukleotiden


Es kann sein, dass sich ein DNA-Oligonukleotid (bei best. Modifikationen) nicht sofort auflöst. Dann helfen normalerweise folgende Methoden: Das Oligonukleotid kurz auf ca. 55°C erwärmen. Etwas Ammoniak hinzugeben. Hierbei muss man den Ammoniak in einem Vakuumkonzentrator wieder abziehen, da er bei verschiedenen Anwendungen stört. Das Behältnis kurz in ein Ultraschallbad halten.
 

  Hinweise zu RNA-Oligonukleotiden


RNA z.B. ist sehr anfällig gegenüber pH-Änderungen, sowie Temperaturen von über 0°C. Zum Lösen sollte immer dest. und deion. Wasser verwendet werden. Tris-HCl-Puffer ist zum Auflösen von RNA-Oligonukleotiden nicht geeignet!
 

  Hinweise zu Phosphorothioaten


Phosphorthioate zeigen nach längerer Zeit Oxidation am Phosphor, wobei die P=S-Bindung gegen eine P=O-Bindung ausgetauscht wird. Dies führt zu einem Verlust der Modifikation. Phosphorothioate sollten so lange wie möglich bei -20 °C gelagert werden. Die Haltbarkeit unter diesen Bedingungen kann bei einem getrockneten Oligonukleotid bis zu 6 Monate betragen.
 

  Hinweise zu Farbstoffmodifikationen


Farbstoffmodifikationen, wie z.B. Fluorescein-Markierungen, sind (nicht nur in Lösung) empfindlich gegen Lichteinstrahlung. Solche Oligonukleotide sollten daher gekühlt und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Man kann das Behältnis beispielsweise mit Alufolie umwickeln.

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